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Costa Ricas Unterwelt

TropfsteinhöhleAbenteuer in Tropfsteinhöhlen

Wie könnte es in Costa Rica anders sein – auch wenn wir über die Unterwelt sprechen, reden wir nicht von schweren Jungs und leichten Mädchen, sondern von einem Abenteuer in der Natur, den Höhlen von Venado. Wer sich nun eine kalte feuchte Höhle wie in Europa vorstellt, der wird sich wundern: Nass sind sie schon, diese Höhlen in der Nähe des Arenal, aber angenehm warm.

Die Temperaturen liegen sogar um ein bis zwei Grad über der Außentemperatur – es ist also eher schwitzen angesagt. Deswegen gehen wir auch in Badekleidung die 200 Meter Weg zum Eingang der Tropfsteinhöhlen. Nur Helm, Taschenlampe und Gummistiefel verraten, dass wir nicht zum Strand unterwegs sind.

 

TropfsteinhöhleVersteckt zwischen ein paar großen Bäumen liegt der Höhleneingang, in den ein kleiner Fluss fließt. Schon hier wird uns klar, dass uns bei der Tour eine Mischung aus Badespaß und Höhlenwanderung erwartet. Mit unserem Führer Alonso finden wir uns nach wenigen Metern in einer großen Halle mit vielen Stalaktiten und Stalagmiten. Hunderte im Fels eingebettete versteinerte Muscheln sind Zeitzeugen, dass Costa Rica vor Millionen von Jahren noch unter dem Meeresspiegel lag. Und nicht nur wir finden diesen Platz interessant, auch Fledermäuse, Krebse, Fische, Frösche und Grillen halten sich hier auf. Erst im Jahre 1942 wurde der Höhleneingang von zwei Jägern entdeckt und bis heute sind fast drei Kilometer erforscht, 600 Meter davon sind für Touristen zugänglich. Aber dieses Stück reicht auch vollauf.

 

Fledermäuse in TropfsteinhöhleÜber eine Stunde lang klettern und kriechen wir über Felsen und durch Gänge, teilweise sogar schwimmend. Aber immer breit genug, und durch einige große Hallen, so dass man keine Platzangst bekommt. Die Höhlen sind noch sehr ursprünglich, nichts ist betoniert oder beleuchtet. Da ist es schon angenehm, dass wir uns auf einen ortskundigen Führer verlassen zu können. Um das richtige Gefühl von Dunkelheit zu bekommen, schalten wir alle unsere Taschenlampen aus. Es herrscht absolute Dunkelheit um uns herum, ein sehr spezielles Erlebnis. Wahrscheinlich wie bei jeder Gruppe gönnt sich Alonso den Spaß, uns ein wenig mit dem Ausruf „Bye-Bye. See you later“ zu erschrecken. Schnell knipsen wir die Taschenlampen wieder an und verlassen mit ihm die Unterwelt Costa Ricas, die spannend und aufregend ist, auch ohne schwere Jungs und leichte Mädchen.CRS

Mehr Informationen: Costa Rica Spirits 3/2010, Seite 20 ff.